Adventskalender

Jeden Tag ein erscheint hier ein neues kurzes Kurzbefehl-Tutorial. Schaut also täglich vorbei und öffnet das neue Türchen!

Tür 1: Datum auf Bilder

Mit iOS 16 hat Apple die Aktion „Text überlagern“ in den Kurzbefehlen eingeführt. Damit positioniert man einen Text auf ein der Aktion übergebenen Bild. Position, Größe, Schrift, Form und Farbe kann man in einem umfangreichen Einstellungsdialog festlegen.

Dank interaktiver Variablen muss dies kein festgelegter Text sein, sondern kann auch eine jeweils beim Ausführen abgerufene Information sein, etwa der aktuelle Aufenthaltsort, Datum und/oder Uhrzeit.

Das einzige Problem, was die Text-überlagern-Aktion plagt, ist ihre Unzuverlässigkeit, besonders auf älteren iOS-Geräten. Offenbar benötigt die Aktion, je nach eingespeistem Bild, so viel RAM-Speicher, dass sie aufgibt und eine wenig hilfreiche Fehlermeldung ausspuckt.

In meiner Erfahrung hat es sich in diesem Fall bewährt, das ursprüngliche Bild in JPEG umzuwandeln und die Pixelgröße zu reduzieren, damit der Kurzbefehl auch auf einem iPhone 11 oder iPad Air 3 ohne Fehler durchläuft.

Zum Video: Datum auf Bild

Tür 2: Link als QR-Code

Eine der interessantesten Aktionen, die schon in der Kurzbefehle-App existierte, als sie noch „Workflow“ hieß, ist „QR-Code generieren“. Sie setzt beliebigen Text in eine schwarzweiße Klötzchengrafik um, die wiederum von jedem modernen Smartphone gelesen und in die ursprüngliche Form umgesetzt werden kann. Beim iPhone und vielen Android-Smartphones gelingt das mittlerweile aus der Standard-Kamera-App heraus. iOS-, iPadOS- und Mac-Nutzer können sogar die Bilddatei vom jeweiligen Betriebssystem entschlüsseln lassen – ohne Umweg über die Kamera-App.

Zum Video: URL als QR-Code teilen

Tür 3: Ort ins Tagebuch schreiben

iPhones haben einen GPS-Empfänger, mit der sie jederzeit ihren Aufenthaltsort bestimmen können. Mit einem Kurzbefehl landet die aktuelle Adresse in einer Notizdatei – so entsteht auf die Schnelle ein Reisetagebuch mit den einzelnen Stationen des Trips.

iOS 17 erlaubt erstmals ein 2×2 Icons großes Widget für einen Kurzbefehl. Mit einem solchen Mega-Button kann man wichtige Kurzbefehle besonders hervorheben.

Zum Video: Ortsmarke ins Tagebuch

Tür 4: „Last Christmas“-Zähler

„Whamming“ steht für das Beschallen eines Menschen mit dem Achtziger-Synthpop-Saisondauerbrenner „Last Christmas“ der frühen Haarspray- und Pullunder-Influencer der Band „Wham!“. Früher, als X noch Twitter hieß, protokollierten die Leute ihr erstes Whamming der Saison auf Social Media.

Doch meist bleibt es nicht bei einem. Kaufhäuser, Weihnachtsmärkte und Radiosender überbieten sich in den Wiederholungszahlen des Originals sowie Cover-Versionen und Neuinterpretationen. Gute Gelegenheit, einen Kurzbefehl-Zähler aufzubauen und im Alltag zu testen.

Das dahinterliegende Problem ist eine deutliche Einschränkung der Kurzbefehle: Sie haben keine Möglichkeit, eine Variable zwischen mehreren Durchläufen zu speichern. Das im Video präsentierte Beispiel schreibt die aktuelle Zählung ans Ende einer Notiz. Die vorherigen Ziffern bleiben bestehen – nicht schön, aber es ist ja auch nur ein Ein-Minuten-Video. Musste schnell gehen. Eine elegantere Lösung zeigt das Tutorial „Dinge zählen mit Kurzbefehlen„. Dabei kommt eine App zum Einsatz, die globale Variablen speichert.

Zum Video: Wham-Zähler

Tür 5: Alternative Auslöser

Kurzbefehle erscheinen in der gleichnamigen App, reagieren auf Zuruf an die Sprachassistenz Siri und tauchen in der systemweiten Suche auf. Außerdem kann man sie als App-Icon oder Widget auf dem Homescreen platzieren. iPhone-15-Pro-Nutzer_innen können obendrein den Action-Button mit Kurzbefehlen belegen.

In den Bedienungshilfen gibt es aber noch ein paar weitere zusätzliche Auslöser, für bis zu zehn Kurzbefehle:

Zum Video: Alternative Kurzbefehl-Auslöser

Tür 6 & 7: Bilder signieren

Wer Bilder ins Netz stellt, will häufig vorher ein Logo oder eine Signatur draufsetzen, um die Urheberschaft zu sichern. Dafür kann man eine transparente Grafik nutzen, um sie danach auf das Bild zu setzen. Die Aktion „Überlagerungsbild“ erlaubt dann, diese Grafik noch frei zu verschieben und zu skalieren.

Um eine transparente Grafik von der eigenen Signatur am iPhone zu erzeugen, habe ich die Präsentationssoftware Keynote genutzt, die Apple kostenlos für iPhones zum Download anbietet.

Zum Video: Wasserzeichen aufs Bild 1

Die so entstandene Grafik ist dann bestens geeignet, um sie per Kurzbefehl als Logo auf ein Foto zu setzen.

Zum Video: Wasserzeichen aufs Bild 2

Tür 8: Komfortabel lesen

Will man einen längeren Text auf einem von Apples Touchscreen-Displays lesen, werden bald die Arme schwer. Doch wer zum Schonen der Arme in die Horizontale wechselt, wird bestraft: Der Text dreht um 90 Grad, Die Face-ID-Automatik kennt keine Lektüre in Seitenlage.

Da helfen zwei Kurzbefehle, kombiniert mit passenden Automationen: Beim Starten von Lese-Apps sperrt das System automatisch die Orientierung, und beim Verlassen gibt iOS sie wieder frei. Zusammen mit Einstellungen zu True Tone und einem passenden Fokus-Modus wird die Lektüre noch angenehmer und unterbrechungsärmer.

Zum Video: Lesemodus

Tür 9: Einstellungen gezielt ansteuern

Das Schöne und zugleich Herausfordernde: Jede_r benutzt das iPhone auf die ganz eigene Weise. Was der Einen tägliches Bedürfnis, ist dem Anderen eher wumpe. Und Alle dazwischen und außerhalb interessieren sich für was ganz Anderes.

Während es bei den Apps eine Menge an Alternativen gibt, bleibt es bei den iOS-Einstellungen beim Einheitsbrei. Doch erlauben Kurzbefehle in Kombination mit speziellen URLs das direkte Ansteuern der meisten Unterseiten.

Zum Video: Passwörter öffnen

Tür 10: Sterntagebuch

„Dies ist das Logbuch des Captains der NCC Enterprise, Sternzeit …“. Seitdem ich im Studium begann, Star Trek zu konsumieren, begeisterte mich die Idee des gesprochenen Tagebuchs. Das geht auch mit der Sprachmemo-App, aber die flexible Dateiablage (und Metadaten-Formatierung) erlaubt wieder nur der Kurzbefehl.

Zum Video: Audiolog

Tür 11: Kontaktabzüge

Die Aktion „Bilder kombinieren“ vereint mehrere Fotos in Reihen, Spalten oder in einer Rasteransicht. Kombiniert man Aktionen zur Fotoauswahl, entstehen auf die Schnelle schicke Rückblicke für Ereignisse, Trips und Zeiträume.

Zum Video: Foto-Mosaik

Tür 12: Dokumente scannen

Seit iOS 15 könnt Ihr unter iOS und iPadOS mehrseitige Dokumente scannen. Das ist eine angepasste Kamera-Funktion, bei der eventuelle Perspektivverzerrungen ausgeglichen werden. Mehrere Seiten werden auf Wunsch zu einem PDF-Dokument zusammengefasst.

Bisher gab es nur zwei Orte, an denen Ihr am iPhone oder iPad die Scan-Funktion aufrufen konntet: In der Notizen-App und in der Dateien-App. Die Scans landeten dann direkt in der Notiz beziehungsweise dem Ordner, in dem Ihr die Funktion aufruftet.

Seit iOS 17 öffnet eine spezielle Kurzbefehl-Aktion den Dokument-Scannen-Dialog der Dateien-App. Sie erlaubt allerdings keinerlei Einstellungen zum Dateinamen oder Ablageort, weswegen sich darum vorher einige Aktionen kümmern sollten.

Zum Video: Dokument scannen

Tür 13: Arbeitsschicht planen

Wer wechselnde, aber wiederkehrende Arbeitszeiten hat, füllt regelmäßig den Kalender mit neuen Terminen. jedes Mal Zeit und Name auszufüllen ist fehleranfällig, und alte Termine zu duplizieren langwierig. Ein Kurzbefehl mit den passenden Terminvorgaben präsentiert ein Menü mit vorkonfigurierten Schichtplänen und setzt sie auf das jeweilige Datum.

Zum Video: Schichtplaner

Tür 14: Wecker passend zur Schicht stellen

Lose zum vorigen Video passt die Wecker-Automation. Sie schaut jeden Abend zur selben Uhrzeit in den Kalender, und je nach Terminlage schlägt sie einen Wecker vor. Das hilft dabei, zur richtigen Zeit aufzuwachen und verringert die Chance, dass Ihr das Weckerstellen vergesst.

Zum Video: Schichtwecker

Tür 15: Zitate aus dem Netz sichern

Im vorinstallierten Browser haben die Kurzbefehle eine besondere Fähigkeit: Teilt man die aktuelle Seite, kann ein Kurzbefehl auslesen, welcher Textbereich ausgewählt ist. Wer sich einen passenden Kurzbefehl zusammenstrickt, kann so auf einfache Weise ein Zitat quellensicher in den Notizen, einer Textdatei oder etwas ähnlichem speichern.


Zum Video: Netzzitate speichern

Tür 16: Übersetzen und laut vorlesen

Die systeminterne Übersetzungsfunktion von iOS steht auch in Kurzbefehlen zur Auswahl. Mit ihr kann man eine markierte Textstelle aus jeder App ins beispielsweise Deutsche übersetzen. Mit der Aktion „Text sprechen“ kann man sich das Resultat vorlesen lassen.

Zum Video: Text übersetzen und auf deutsch vorlesen

Tür 17: Mail-Automation

Dem iOS-eigenen Mail-Programm fehlt der Teilen-Button. Generell gibt es wenige Möglichkeiten, Mail und Kurzbefehle zusammenzubringen. Immerhin kann man sich bei bestimmten Absendern und/oder Betreffs eine Erinnerung setzen, um die Nachricht nicht aus den Augen zu verlieren.

Zum Video: E-Mail-Erinnerung

Tür 18: Text hinter das Hauptmotiv setzen

Die Bildbearbeitungsmöglichkeiten der Kurzbefehle sind für mich ein Quell der Freude. Man kann automatisch oder inteaktiv Bilder kombinieren, maskieren, das Hauptmotiv freistellen, Text draufschreiben – es ist wirklich beeindruckend. Dieser Kurzbefehl kombiniert „Hintergrund entfernen“ und „Text überlagern“, damit es so aussieht, als stünde der Text im Bild hinter dem Vordergrund – ganz automatisch und mit minimalem Nachregeln.

Zum Video: Text hinter Hauptmotiv

Tür 19: Mehrere Timer auf einmal starten

iOS 17 erlaubt uns endlich, dass mehrere Timer gleichzeitig laufen. Die Kurzbefehle können sogar hintereinander mehrere Countdowns starten. Wenn Ihr ein Rezept habt, bei dem mehrere Schritte hintereinander eine bestimmte Zeit erfordern, hilft Euch dieser Kurzbefehl, sie so zu starten, dass sie aufeinander abgestimmt ablaufen.

Zum Video: Timerkaskade

Tür 20: Dateien in Kurzbefehle schreiben

Das Einzige, was im Kurzbefehl an Daten stehen darf, ist Text. Zum Glück gibt es das Base64-Format, das für Euch jede Datei in eine lange Zeichenkette verwandelt – oder diesen Buchstabensalat wieder zurück in eine Datei zusammenfügt.

Zum Video: Base64

Tür 21: Individuelles Soundboard als Kurzbefehl

Kleine Audioschnippsel, als Base64 codiert, könnt Ihr in einem Wörterbuch-Konstrukt verstauen, um dann beim Ausführen den passenden Sound auszuwählen und abzuspielen.

Zum Video: Soundboard

Tür 22: mehrere WLANs als QR-Code vorhalten

QR-Codes können nicht nur Text oder Internet-Adressen auf ein anderes Smartphone übertragen. Wenn Ihr die richtige Nomenklatur (WIFI:S:[WLAN];T:WPA;P:[Kennwort];;) verwendet, könnt Ihr so auch einen WLAN-Zugang weitergeben. Das klappt auf iPhones ebenso wie auf fast allen Android-Smartphones, und auch direkt aus der systemeigenen Kamera-App heraus.

Zum Video: WLAN als QR-Code teilen

Tür 23: Audio transkribieren

Gesprochene Inhalte in Text umwandelt – das verspricht die Aktion „Audio transkribieren“. Das Resultat der systeminternen Spracherkennung ist allerdings nur mittelgut, und Satzzeichen hat der Text auch nicht. Mein Tipp: installiert Euch die kostenlose App „Aiko“. Man kann sie direkt aus einem Kurzbefehl aufrufen – das Video zeigt euch, wie das gelingt!

Zum Video: Audio transkribieren

Tür 24: Dynamisches Kurzbefehl-Menü

Wenn Ihr, wie ich, mehrere Dutzend Kurzbefehle auf Lager habt, wird das Auffinden des richtigen Kurzbefehls zunehmend zeitraubender. Darum habe ich mir einen Kurzbefehl gebaut, der mir je nach Tageszeit eine Auswahl passender Kurzbefehle anzeigt. Das kann ich auch auf andere Faktoren ausweiten und weiter unterteilen, etwa nach Aufenthaltsort, Wetterlage oder aktuellem Fokus. Das Video zeigt aber erstmal, wie es nach Uhrzeit klappt.

Zum Video: Dynamisches Kurzbefehl-Menü

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