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Fahrtenbucher entfesselt

Der Kurzbefehl zum automatischen Protokollieren der Streckenkilometer hat eine Achillesferse: Gibt es keinen Straßennamen oder keine Hausnummer, streikt er – und das erst beim nächsten Ausführen. Dann hat er unvollständige Adressdaten in den Zwischenspeicher (Kalender oder Adressbuch) geschrieben und scheitert, wenn er daraus eine neue Ortsangabe basteln will.

Intern arbeitet auch die Kurzbefehle-App mit Längen- und Breitengraden. Damit sind sehr exakte Ortsangaben möglich. Man kann sogar Längen- und Breitengrad-Werte mittels der Aktion „Details von Ort abrufen“ herausfiltern. Nur erlaubt die Kurzbefehle-App es nicht, aus diesen Zahlen wieder ein Ortsobjekt zu basteln.

Dafür braucht Ihr eine zusätzliche App: „Toolbox Pro“ von Alexander Hay. Sie lässt sich kostenlos im App Store herunterladen, allerdings benötigen die aufwendigen Aktionen einen (einmaligen) in-App-Kauf, damit sie funktionieren. Für aktuell 7 € könnt Ihr dann nicht nur flexibler mit Euren Ortsdaten umgehen, sondern könnt auch die iCloud-Ordner-Grenze überwinden: Ihr könne einen anderen iCloud-Ordner als Bookmark definieren, auf den Ihr dann mit den entsprechenden Toolbox-Pro-Aktionen zugreifen könnt.

Aber ich schweife ab. Ich wollte ja zeigen, wie die Ortsbestimmung funktioniert. Hier ist das Video:

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Apples Umsatz 2-2021 in (bewegten) Bildern

Die ersten drei Monate eines Jahres sind für gewöhnlich die schwächsten, was den Produktabsatz angeht. Die in der Gastronomie als Saure-Gurken-Zeit titulierte Phase der Sparsamkeit scheint sich auch im IT-Sektor niederzuschlagen.

Diese Regelmäßigkeit ist der Hauptgrund, warum die Quartalszahlen meist mit dem Vorjahreszeitraum verglichen werden. Vergleicht man die Zahlen aus dem zweiten mit den Umsätzen des ersten Fiskalquartals (Apple schließt das Steuerjahr zum Ende des Septembers), erschiene der Umsatzrückgang dramatisch: Das Weihnachtsgeschäft ist auch für Apple ein fetter Umsatzbatzen.

Dementsprechend mau sieht das Angebot neuer Produkte von Januar bis März aus – macht ja auch keinen Spaß, direkt in die Flaute hineinzusegeln. Die Pressemitteilungen des Konzerns widmeten sich Fotos und Videos, die mit iPhones aufgenommen wurden, strichen die Bedeutung von Apple-Produkten in Gesundheitsthemen, Medizin und Forschung heraus oder empfahlen neue Angebote des Video-Streaming-Angebots AppleTV+ (das Käufer_innen neuer Apple-Geräte seit Oktober 2019 nun noch weiter kostenlos nutzen dürfen – bis Juli 2021).

Das Ende des Winterschlafs

Erst die letzte Woche, die dritte im April, war von Hardware-Neuvorstellungen geprägt – dann aber gleich von einem Kessel Bunten: Beim „Spring Forward“ titulierten Event präsentierte Apple M1-iMacs in sieben Farben, M1-iPad Pros mit regelbarer Mikro-LED-Hintergrundbeleuchtung ähnlich dem des XDR-Displays (letzteres beschränkt auf das 12,9-Zoll-Modell), eine purpurne Sonderedition des iPhone 12, die sechste Version ihrer TV-Set-Top-Box mit offenbar intuitiver Fernbedienung (für Apple ein Novum) sowie batteriebetriebene Dragees namens AirTags, die sich via Bluetooth und NFC schnell wiederfinden lassen.

Das spielt für das Quartal 2-2021 längst keine Rolle mehr. Zu erwarten wären eher niedrige Hardware-Umsätze, aber ein nicht übles Geschäft bei Unterhaltung (Spielen, Serien, Filmen). Doch die Realität kümmert sich nicht um Prognosen.

Die Zahlen in Farben

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Numbers: Summen berechnen und Diagramme erstellen

Apple bietet seine Tabellenkalkulation auf iPhone, iPad und macOS an. Das Dateiformat ist auf allen Plattformen dasselbe, und via iCloud wechselt Ihr nahtlos zwischen den Plattformen. Selbst unter Linux oder Windows könnt Ihr über den Browser Tabellen erstellen und bearbeiten.

Die kostenlosen Apps machen es Euch leicht, eigene Auswertungen zusammenzustellen und daraus dann schicke Diagramme zu gestalten. Doch trotz aller Bedienfreundlichkeit bleiben ein paar Hürden: Bis ich den Bogen raus hatte mit der konditionalen Addition (SUMMEWENN und SUMMEWENNS), vergingen ein paar Stunden und gescheiterte Anläufe.

Das zwanzigminütige Video zeigt Euch Formel- und Diagrammfunktionen und weist auf die möglichen Stolpersteine hin, die den Weg zur persönlichen Tabellenauswertung pflastern.

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Apples Quartalsergebnisse 1-2021 im (Bewegt-)Bild

Jedes Vierteljahr präsentiert Apple seine Geschäftsergebnisse – und die meisten Mac-zentrierten News-Blogs bringen dazu eine Meldung. Numbers‘ schicke Diagrammtypen erleichtern das Verständnis und den Überblick.

Das Zahlenwerk, das Apple im Dreimonatsrhythmus auf seinem Presseportal präsentiert, besteht im Grunde aus einem PDF, in dem zwei Tabellenspalten die aktuellen Umsatzwerte dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gegenüberstellt. Ende Januar erscheinen die Zahlen für das erste Quartal des jeweiligen Jahres – denn für Apples Buchhaltung endet das fiskalische Jahr am 30. September. Das umsatzstarke Weihnachtsquartal fällt in der Buchhaltung des Mac-Herstellers ins erste Quartal des Folgejahrs.

Sparten 2009 -2021

In dem PDF sind die Vierteljahres-Umsatzzahlen mehrfach aufgeführt, einmal nach Regionen, einmal nach Produktkategorien. Diese sind etwas willkürlich, denn Apple Watch, HomePod, Apple TV und das umfangreiche Adapterangebot drängen sich in der Kategorie „Wearables, Home and Accessories“ (in der Grafik unten: „Andere“). Alles, was nicht als Hardware, sondern in Bits – Musik, Apps, Serien – oder als Dienstleistung (Support, Reparatur, AppleCare) verkauft wird, teilt sich die Rubrik „Musik, Software & Services“. Trotzdem erlauben die Zahlen einen guten generellen Überblick darüber, wie groß der Anteil der einzelnen Segmente ist und welche Produktkategorien wachsen.

Die Apple-Umsätze im ersten Quartal der letzten zwölf Jahre haben sich von 11,8 auf 111,4 Milliarden US-Dollar knapp verzehnfacht. Grafik CC BY-SA 4.0 @macseminare

Ganz offensichtlich nimmt das iPhone seit spätestens 2011 den größten Anteil an den Umsätzen des ersten Jahresquartals ein. Doch auch die beiden Sammelsuriums-Kategorien sind kräftig am Wachsen in den letzen sechs Jahren. Und diese Ansicht verschweigt auch ein wichtiges Detail …